II.2.1.12
Reports of Explorations and Surveys, to accertain the most practicable and economical Route for a Railroad from the Mississippi River to the Pacific Ocean. [...] Volume III.- Washington: A.O.P. Nicholson, Printer. 1856.
Part III. Report upon the Indian Tribes.

Indian designs and manufactures

Einige der hier abgebildeten Gegenstände (4, 6, 9, 13) werden im Völkerkundemuseum in Berlin (Ethnologisches Museum Berlin-Dahlem) ausgestellt.

Der Whipple-Report

    Die amerikanische Regierung rüstete verschiedene Expeditionen aus, welche auf 4 Routen mögliche Eisenbahntrassen zur Westküste finden sollten. Die Expedition, der sich Möllhausen anschloß, startete am 15. Juli 1853 in Fort Smith am Arkansas und sollte dem 35.Grad nördlicher Breite folgen. Leiter der Expedition war Leutnant Amiel Weeks Whipple vom Ingenieur–Corps der Armee. Nach großen Strapazen erreichte die Expedition am 21. März 1854 Pueblo de los Angeles, das heutige Los Angeles.

    Der offizielle Expeditionsbericht, der sogenannte Whipple–Report, besteht aus vier Teilen.
    Als dritter Teil ist ein Report upon the Indian Tribes enthalten, in dem Geschichte, Lebensumstände und Sitten der auf der Expeditionsroute lebenden Indianerstämme dokumentiert werden.
    Die Vorlagen für alle Abbildungen des dritten Teils, darunter 7 Farbtafeln stammen von Möllhausen.

zu dem Bild:

    Einer der auf dem Bild dargestellten Gegenstände, die Streitkeule, ist heute im Völkerkundemuseum in Berlin ausgestellt.

    Der nachfolgende Text mit Abbildung ist dem Buch:

      Peter Bolz. Hans-Ulrich Sanner. Indianer Nordamerikas. Die Sammlungen des Ethnologischen Museums Berlin.- Berlin. 1999.
      entnommen:


    "Streitkeule aus Hartholz, mit eingelassenem Messingknopf und Lederschnur.
    Mohave, vor 1854.
    Länge: 39,5 cm.
    Slg. Möllhausen 1904.
    Inv.-Nr. IV B 7184.

    Für die Männer der Mohave und anderer Yuman-Gruppen waren Kriegszüge ein wichtiges Mittel, um Prestige und Macht zu erlangen. Dies galt besonders für jene Krieger, die sich im Nahkampf mit Holzkeulen bewährten. Das spitze Ende der Keule wurde dem Gegner in den Leib gerammt. Wenn er sich zusammenkrümmte, schwang der Angreifer die Keule nach oben, um ihm mit dem dicken Ende den Kiefer zu zertrümmern. ...
    "
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