I.4.b.9
Stiftung Preußischer Kulturbesitz
Ethnologisches Museum
Berlin-Dahlem

Pawnee Indianer

Möllhausen-Liste Nr.9.: Pawnee-Indianer

Kriegsverlust

Die Bilder im Völkerkundemuseum

    Um seine Bilder für die Nachwelt zu sichern, verschenkt Balduin Möllhausen sie ein Jahr vor seinem Tod an Berliner Museen. Die Landschaften erhält die Geographische Gesellschaft und die Bilder, welche Indianer und ihr Umfeld zeigen, gehen an das Völkerkundemuseum in Berlin. Insgesamt sind es neben einem Skizzenbuch (mit 99 Zeichnungen von der ersten Reise) vier Mappen mit insgesamt 80 Aquarellen. Davon erhält das Völkerkundemuseum 33 Aquarelle.

    27 der 33 Bilder wurden im Krieg vernichtet. Es existieren aber fotografische Platten.

Beschreibung von Horst Hartmann
in:
George Catlin und Balduin Möllhausen. Zwei Interpreten der Indianer und des Alten Westens.- Berlin: Dietrich Reimer Verlag. 1963

    Obwohl sich in seinen beiden großen Reisewerken keine detaillierten Nachrichten von den Pawnee finden, hat Möllhausen hier ein Bild gemalt, auf dem die Kleidung, der Schmuck, die Haartracht, die Körperbemalung und die Waffen von einigen Eingeborenen dieses Stammes gut zu erkennen sind. Vortrefflich gelungen ist das Calumet, das der auf dem Pferd sitzende Indianer in seiner rechten Hand hält. Dagegen dürften die piktographischen Darstellungen auf der Bisonrobe, die einer der anderen Krieger trägt, nicht verläßlich sein. Ein grober Fehler ist unserem Maler insofern unterlaufen, als er auch das Gewand der Indianerin mit figürlichen Zeichnungen bedeckt hat. Es war in der Prärie nicht üblich, daß derart verzierte Kleider von Frauen getragen wurden.

Abgedruckt in:

    Horst Hartmann: George Catlin und Balduin Möllhausen. Zwei Interpreten der Indianer und des Alten Westens.- Berlin: Dietrich Reimer Verlag. 1963
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